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Am letzten Sonntag im Juni fand die erste ordentliche Mitgliederversammlung von HelpMy e. V. statt. Wir konnten uns - dank gelockerter Corona-Auflagen - persönlich treffen. Neben einigen Formalien konnten wir auch über hoffnungsvollen aktuellen Entwicklungen berichten. Dazu hier unsere Pressemitteilung:

Christen verbreiten Hoffnung – trotz Militärcoup
Bergneustädter Verein HelpMyanmar eröffnet drei neue Kindergärten in Yangon

Eine positive Bilanz zog der neugegründete Bergneustädter Verein HelpMy e.V. auf seiner ersten ordentlichen Mitgliederversammlung. „Angesicht der dramatischen Umstände im Land, konnten wir trotz enormer Probleme beim Geldtransfer, die Lebensumstände von Menschen verbessern und konkrete Hilfe leisten“, so Veit Claesberg, Vorsitzender des Vereins.
Als eines der ärmsten Länder der Erde ist das Land wirtschaftlich arg von der Pandemie getroffen. Weiter dramatisch wirkte sich der nach freien Wahlen durchgeführte Militärcoup im Februar 2021 aus. Seitdem geht es in Myanmar drunter und drüber. Nach Medienberichten wurden bereits über 800 Menschen bei den Protesten gegen den Coup getötet. Hunderttausende Menschen, besonders aus ethnischen Minderheiten in den Randstaaten, fliehen und werden von der Militärjunta bedroht. Allein seit dem Putsch im Februar leidet das Land unter 30% Inflation. Gleichzeitig wird aus Protest das Bankensystem bestreikt, so dass es sehr schwer ist Hilfsgelder in das Land zu bringen.
Die Christen im Land verbreiten trotz dieser schwierigen Situation Hoffnung. So konnten die einheimische Partnerkirche, des u. a. von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wiedenest gegründeten Vereins HelpMy e. V. (HelpMyanmar) Mitte Juni drei neue Kindergärten gründen. Finanziert wurden sie durch einen Spendenlauf, denn die Treffpunkt Leben Gemeinde Erkrath kurz vor Ostern initiiert hat. Die einheimischen Partner berichten, dass sich jeweils 22, 29 und 35 Kinder für die kostenlosen Kindergärten (Preschools) angemeldet hätten. Die Preschools wurden speziell für Kinder aus Slum-Gebieten gegründet, die sich sonst eine Vorschule niemals leisten könnten. „Bitte beten Sie für die Sicherheit der Kinder, der Schule und der Lehrer, mitten in dieser Pandemie und unter den sehr schwierigen politischen Umständen. Wir alle in Myanmar befinden uns in einer gefährlichen Situation“, bittet der einheimische Projektleiter Pastor David die deutschen Freunde und Spender.
Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2014 konnten durch die intensive Zusammenarbeit mittlerweile acht Kindergärten für Slumbewohner gegründet werden. Dies ist nur dank der Unterstützung von Spendern aus Deutschland möglich gewesen. Drei der Kindergärten wurden Anfang Juni ins Leben gerufen. „Drei Kindergärten auf einmal, und dass in diesen Zeiten, ist ein absoluter Meilenstein in unserer jungen Vereinsgeschichte“, freut sich Schatzmeister Hanno Brünninghaus (Essen). Jetzt gelte es die Arbeit auch nachhaltig zu finanzieren. Ein Kindergarten mit zwei Fachkräften und Gebäude koste ca. 5000 € im Jahr. Er sei zuversichtlich, dass sich weitere Freunde für die Arbeit gewinnen lassen. Neben den Kindergärten ist Nothilfe momentan einer der wichtigsten Aufgaben des Vereins. So wurden im letzten Jahr regelmäßig bis zu 250 Familien mit Geld für den Lebensmittelkauf unterstützt.

Hier die offizielle Pressemitteilung der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde Wiedenest, zum Start von HelpMy e. V.

Ein Wiedenester Projekt wird Verein
HelpMy e. V. nimmt die Arbeit auf, um die Ärmsten der Armen unterstützen

Ab Januar 2021 übernimmt der neu gegründete Verein HelpMy e. V. das Projekt HelpMy(anmar) von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wiedenest. „Kindergärten, Patenschaften & mehr, in den Slums von Yangon“, lautet das Motto.

Die Wiedenester Gemeinde hält seit 2014 Kontakte nach Myanmar, die aufgrund einer Besuchsreise des damaligen Pastoralreferenten Veit Claesberg geknüpft werden konnten. Nach der Reise entstand zwischen der Wiedenester Gemeinde, der Ev.-Freik. Gemeinde Bergkamen (Ruhrgebiet) und einer Gemeinde in Yangon (Myanmar) eine Kirchenpartnerschaft.

Seitdem sind fünf Kindergärten in den Slumgebieten von Yangon gegründet worden, die durch Spender aus Deutschland finanziert wurden. Weiter wurden über 100 Schulpatenschaften vermittelt, zwei christliche Gemeinden gestartet, medizinische Versorgung ermöglicht und in der Corona-Pandemie Nothilfe geleistet. Allein vor Weihnachten konnte ein kompletter Slum mit Reis beliefert werden, so dass über 250 Familien weniger hungern mussten. Alle Slumbewohner haben aufgrund der Pandemie ihre Arbeitsplätze verloren und sorgen sich täglich um die Beschaffung von Nahrungsmitteln. Die einheimische Arbeit vor Ort wurde durch mittlerweile zwei Besuche und regelmäßige Online-Meetings von Bergneustadt aus begleitet.

„Von Anfang an hat mich der Hebel begeistert, den wir mit schon kleinen Spenden in diesem armen Land umlegen können“, sagt Veit Claesberg, der das Projekt jetzt ehrenamtlich koordiniert. Er rechnet vor, dass ein Kindergarten für 25 Kinder, mit zwei Personalstellen, Gebäudemiete und Grundausstattung nur ca. 5.500 € im Jahr kostet. „Wir können also mit wenig Geld sehr viel Gutes tun und Kindern einen besseren Start ins Leben ermöglichen“. Myanmar zähle zu den ärmsten Ländern Asiens. Minderheiten erlebten immer wieder Unterdrückung. Er freue sich und hoffe, dass die Dynamik der Arbeit nun durch die Vereinsgründung noch ausgebaut werden könne.

Der neue Verein HelpMy e. V. hat seinen Sitz in Bergneustadt. Er wurde 2019 gegründet, ist seit Herbst 2020 als gemeinnützig anerkannt und hat mittlerweile rund 25 Mitglieder. Die Gründergemeinden des Projekts aus Wiedenest und Bergkamen entsenden je ein Mitglied in den Vorstand, um die Kontinuität und enge Verbundenheit zu erhalten. Der Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich. Vorstandsvorsitzender ist Pastoralreferent Veit Claesberg. Für die laufende Arbeit sucht der Verein Förderer, Stifter und Paten, um für die abgehenden Kindergartenkinder den Schulbesuch zu ermöglichen. Weitere Infos gibt es unter www.helpmyanmar.de.

2021-01_PM Ausgliederung und Gründung HelpMy e. V.

HelpMy e. V. übernimmt zum 01.01.2021 die Rechtsträgerschaft

Es ist so weit: Der Verein HelpMy e. V. ist unter der Nummer 20391 ins Vereinsregister eingetragen worden. Außerdem erhielt er die steuerliche Anerkennung vom Finanzamt Gummersbach, so dass er Spenden bescheinigen kann.
Ende November fand in Bergneustadt (Bild unten) ein umfassendes Gespräch über die Ausgliederung des Projekts HelpMy in den Verein HelpMy e. V. statt. Unter dem Dach der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wiedenest, zusammen mit der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bergkamen, wurde das Projekt ab 2014 realisiert. Mittlerweile ist es so umfangreich und übergemeindlich geworden, dass eine eigene Rechtskörperschaft nötig ist. Daher wurde der Verein gegründet. Beide Gemeinden werden mit jeweils einem Vorstandsmitglied satzungsmäßig im neuen Verein vertreten sein.

Ausgliederungssitzung 2020

Vorstandsmitglieder im Verein sind (Bild unten, vlnr): Veit Claesberg (Vorsitzender, EFG Wiedenest), Hanno Brünninghaus (Schatzmeister, EFG Essen am Weidkamp), Ruth Anbergen (Vertreterin EFG Wiedenest), Ute Fittig (Beisitzerin, EFG Bergkamen), Til Claesberg (Beisitzer, EFG Wiedenest) und Thomas Korte (Stellv. Vorsitzender und Vertreter EFG Bergkamen).

Vorstand von HelpMy e. V.

Wie geht es nun weiter?
Alle Paten und Spender werden auf mehreren Wegen darüber informiert, dass sie ihre Dauerspenden und Einmalspenden, ab dem 01.01.2021, bitte auf folgendes Konto überweisen:

HelpMy e. V.
IBAN: DE63 5009 2100 0001 7695 02
Spar- und Kreditbank Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Bad Homburg eG
BIC: GENODE51BH2

Eingehende Spenden auf das Konto des bisherigen Trägers werden an den Verein weitergeleitet.