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Es ist ruhig geworden, um das Land Myanmar. Es gibt hier und da noch Medienberichte und auch im Land gibt es hier und da noch Proteste, vor allen Dingen in den Grenzregionen. Das Militär hat seine Macht gefestigt. Hier vier interessante Hintergrundberichte aus den letzten Wochen:

Was bedeutet das für unsere Arbeit in Myanmar?

Unsere Leute trauen sich, aktiv zu werden. Alle Kindergärten wurden Mitte Juni nach eineinhalb Jahren wieder geöffnet (links ein Bild zum Start von einem der Kindergärten).
Auch die drei Gemeinden haben wieder mit Gottesdiensten angefangen. So bringen burmesische Christen Hoffnung in eine hoffnungslose Situation, durch Bildung, Evangelium und Nothilfe.

Gleichzeitig sind die Umstände nicht gut. Die Inflation ist um zu 33 % seit Februar angezogen. Wir danken allen Spendern, die uns in dieser Situation unterstützen.

Aus unseren Arbeiten
In den letzten Tagen waren wir intensiv im Kontakt mit unserem Koordinator vor Ort. Die Situation im Land ist nach wie vor kompliziert und gefährlich. Die Menschen sind verunsichert und verlassen in der Stadt nicht die Häuser. Auf dem Land sieht es etwas entspannter aus. Wir konnten den 13. Rice-Support durchführen und haben 70 Familien Geld für Lebensmittel zukommen lassen, die sie dringend benötigen. Die Deutsche Welle berichtet, dass Millionen Menschen in Myanmar vom Hunger bedroht sind.

Die Kindergärten sind momentan noch in der Sommerpause. Der Neustart ist zum 01. Juni geplant. Die Gemeinde 2 konnte wieder mit Gottesdienst beginnen - ein Ort der Ermutigung und Hoffnung

Aus der Presse:

Unser Gebet ist, dass die Pandemiekurve flach bleibt, ein Bürgerkrieg verhindert wird und die Junta einen Demokratie-freundlichen Kurs einschlägt.

Die Entwicklungen im Land geben weiter Anlass zur Sorge. Unser Koordinator schrieb mir gestern:

It is more and more difficult to use the internet and even to send email because the military cut off phone lines, internet lines and some media lines.

Mittlerweile wurde Twitter und Instagram abgestellt. Es gibt Verhaftungen, weil Leute bei der Protestaktion "Metal-Pot-Kampagne" mitmachen. Die Tagesschau berichtet hier: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/myanmar-putsch-protest-101.html

Im Rahmen unserer HelpMy-Projekte konnte gestern dennoch eine Arbeit für Kinder in der neuen Gemeindegründung 3 gestartet werden.

Mitte Juni traff sich der Trägerkeis von HelpMy zur Planung, zum Austausch und zum Gebet in Bergkamen.

  • Wir freuen uns, dass es gelungen ist, zum 01.06.2019, mit Hilfe einer größeren Sonderspende den Kindergarten 4 an den Start zu bringen.
  • Wir freuen uns auch, dass wir ebenfalls durch eine Sonderspende, die Gründung einer neuen Kirche, zum 01.06.2019, fördern konnten. Sie liegt im Einzugsgebiet von Kindergarten 2 und 3.
  • Wir konnten bis zur Sitzung neunzehn abgehenden Kindern, die sich die Schule finanziell nicht leisten könnten, eine Schulpatenschaft für 2019-2020 vermitteln. Wir hoffen, dass wir für weitere acht Kinder noch Paten finden.
  • H. Brünninghaus (2.v.l.) aus Essen wurde neu in den Trägerkreis berufen. I. Hacheneier aus Bergkamen schied aus.

Wir danken allen Freundinnen und Freunden und Unterstützerinnen und Unterstützer der Arbeit.