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Danke für alle finanzielle und fürbittende Unterstützung. Es gibt gute und nicht so gute Nachrichten aus Myanmar.

Zunächst die gute Nachricht. Pastor David schreibt:

Durch Gottes Gnade geht es uns allen hier in Yangon, Myanmar, gut. Allen kranken Menschen, einschließlich mir, den Gemeindegründern und Lehrern geht es besser und die meisten von uns sind bereits geheilt.

Schlecht ist, dass die Pandemie die Stadt Yangon voll im Griff hat und es kaum medizinische Hilfe gibt:

Die Covid-Infektion ist in Yangon, Myanmar, noch schlimmer, natürlich auch im ganzen Land. Vielen Dank für eure Gebete, für meine Familie, die Lehrer, die Gemeindegründer, die Gemeindefamilien, die Slumbewohner und sogar für das Land Myanmar.

Unsere Leute konnten dank Spenden aus Deutschland einige wichtige medizinische Geräte erwerben, die jetzt den Menschen rund um unsere Projekte helfen werden (siehe Foto oben). Nun sind alle Schulen und damit auch Kindergärten wieder zunächst für mindestens zwei Wochen geschlossen. Weiter können sich die Christen auch nicht richtig in den Kirchen treffen, da nur 10 Personen pro Raum zugelassen sind.

Aus den Schlagzeilen:

All diese Dinge sind nicht leicht zu bekommen, aber wir müssen sie bestellen, auf sie warten und Zeit für sie aufwenden. All diese Dinge sind für die drei Gemeindegründungen (die Familien und die Slumbewohner), die Erzieherinnen der Kindergärten und die Gemeindegründer bestimmt. Bitte beten Sie für diesen Bedarf, damit wir durch diese von Gott gesegnete Ausrüstung einige Leben retten können.

Covid-19 hat Yangon im Griff. Die NZZ berichtet, dass das Gesundheitssystem im Land zusammengebrochen ist. Die Lage ist dramatisch. Daher haben wir als Vorstand beschlossen Gelder aus dem Gesundheitsfonds in Höhe von ca. 5000 € für medizinische Hilfe bereitzustellen. Damit sollen vor Ort fünf Geräte gekauft werden, die Sauerstoff herstellen können und ein Generator, der der die Geräte antreibt. Mehrere unserer Mitarbeiter sind schwer erkrankt und einige sind Gott sei Dank schon wieder genesen.

Die Medien berichten weiter:

 

Es ist ruhig geworden, um das Land Myanmar. Es gibt hier und da noch Medienberichte und auch im Land gibt es hier und da noch Proteste, vor allen Dingen in den Grenzregionen. Das Militär hat seine Macht gefestigt. Hier vier interessante Hintergrundberichte aus den letzten Wochen:

Was bedeutet das für unsere Arbeit in Myanmar?

Unsere Leute trauen sich, aktiv zu werden. Alle Kindergärten wurden Mitte Juni nach eineinhalb Jahren wieder geöffnet (links ein Bild zum Start von einem der Kindergärten).
Auch die drei Gemeinden haben wieder mit Gottesdiensten angefangen. So bringen burmesische Christen Hoffnung in eine hoffnungslose Situation, durch Bildung, Evangelium und Nothilfe.

Gleichzeitig sind die Umstände nicht gut. Die Inflation ist um zu 33 % seit Februar angezogen. Wir danken allen Spendern, die uns in dieser Situation unterstützen.

In den letzten Wochen ist es uns gelungen - wenn auch mühsam - mehrmals Geld für unsere Projekte ins Land zu schicken. Zwei unserer Gemeindegründungsprojekte konnten wieder starten und verbreiten aktiv Hoffnung. Wir konnten zum 14-ten Mal 70 Familien mit Geld für Lebensmittel unterstützen. Hier ein Bild, bei der eine Familie die Lebensmittel zeigt (Reis, Öl, ...), die sie davon gekauft hat (aus Sicherheitsgründen können wir keine Personen zeigen). Das alles sind für uns echte Gebetserhörungen.

Die Probleme im Land nehmen jetzt leider weiter zu, auch wenn die Massenproteste und damit die Gewalt abgenommen hat:

  • Mitte Mai war der Militärcoup 100 Tage her. tagesschau.de berichtet.
  • Die Inflation im Land scheint anzuziehen. Das ist besonders für die arme Bevölkerung schlecht. Außerdem haben fast alle armen Menschen ihre Jobs verloren. Die Währung schwächelt. Wir bekommen zurzeit über 20 % mehr Kyat für einen € als Anfang des Jahres.
  • Es ist unklar, ob die Schule - die aufgrund der Pandemie schon seit einem Jahr nicht stattfindet - zum 01.06. losgehen kann. Berichte legen nahe, dass der Statt über 100.000 Lehrer suspendiert hat: spiegel.de
  • Der Prozess gegen die eigentliche de-facto Regierungschefin hat gestern unter sehr merkwürdigen Bedingungen Fahrt aufgenommen: faz.net
  • Am letzten Wochenende wurde eine katholische Kirche bei Kämpfen zerstört und es gab mehrere Tote: vaticannews.de

Liebe Freunde,
wir sind nach wie vor sehr beunruhigt über die Situation im Land und bitten um Gebet. Berichte, wie der von Oliver Esser - einem deutschen Koch in Yangon - geben einen Eindruck in die aktuelle Situation. Bitte betet:

  • Für Frieden, Freiheit und eine Beruhigung der Situation
  • Für gelingende Geldtransfers: Wir konnten zwei weitere kleine Transfers durchführen, aber die Schlangen an den Geldautomaten sind mehrere 100 Meter lang. Die Situation ist angespannt, wie ein Bericht zeigt. Ähnliche Bilder haben wir auch von unseren Partnern bekommen.
  • Für ein Ende der Gewalt (mit Waffen): Menschenrechtsgruppen fordern ein Waffenembargo.
  • Für weitere Anliegen: Die Baptist World Alliance hat einen Gebetsflyer herausgegeben. Sie nennt darin u. a. folgende Gebetsanliegen: Beten Sie für die Kraft und Gegenwart Gottes, die alle Gläubigen tröstet. // Beten Sie für einen starken Vermittler und einen politischen Prozess, der zum Frieden führt. // Beten Sie für den Zugang zu humanitärer Hilfe. // Beten Sie für Pastoren und Gemeindeleiter, die in dieser herausfordernden Situation ihren Dienst tun. // Beten Sie für den Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt. // Beten Sie für Hoffnung inmitten der Verzweiflung.