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Liebe Freunde,
wir sind nach wie vor sehr beunruhigt über die Situation im Land und bitten um Gebet. Berichte, wie der von Oliver Esser - einem deutschen Koch in Yangon - geben einen Eindruck in die aktuelle Situation. Bitte betet:

  • Für Frieden, Freiheit und eine Beruhigung der Situation
  • Für gelingende Geldtransfers: Wir konnten zwei weitere kleine Transfers durchführen, aber die Schlangen an den Geldautomaten sind mehrere 100 Meter lang. Die Situation ist angespannt, wie ein Bericht zeigt. Ähnliche Bilder haben wir auch von unseren Partnern bekommen.
  • Für ein Ende der Gewalt (mit Waffen): Menschenrechtsgruppen fordern ein Waffenembargo.
  • Für weitere Anliegen: Die Baptist World Alliance hat einen Gebetsflyer herausgegeben. Sie nennt darin u. a. folgende Gebetsanliegen: Beten Sie für die Kraft und Gegenwart Gottes, die alle Gläubigen tröstet. // Beten Sie für einen starken Vermittler und einen politischen Prozess, der zum Frieden führt. // Beten Sie für den Zugang zu humanitärer Hilfe. // Beten Sie für Pastoren und Gemeindeleiter, die in dieser herausfordernden Situation ihren Dienst tun. // Beten Sie für den Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt. // Beten Sie für Hoffnung inmitten der Verzweiflung.

Myanmar braucht unser Gebet! Aktuelle Nachrichten-Links vom 27.02.2021:

ERF Plus sendet ein Interview mit unserem Vorstandsvorsitzenden Veit Claesberg zur Situation in Myanmar.

Wir hatten diese Woche wieder Kontakt zu unseren Projekten in Yangon. Die Lage im Slum verschärft sich, was den Hunger angeht. Wir sind froh, dass wir zum 11ten Mal Geld verteilen konnten, diesmal an 70 Familien, die dadurch in der Lage waren vernünftiges Essen zu kaufen. Wir bedanken uns bei allen Spendern, die dafür gespendet haben! Gerne würden wir euch Bilder von glücklichen und dankbaren Menschen zeigen, die vor Freude geweint haben. Aber das ist leider nicht möglich. Aber die Bilder der gekauften Lebensmittel sind original. Wir würden gerne weitere Verteilaktionen in den nächsten Wochen durchführen, weil wir glauben, dass sich die Lage verschärfen wird.

Unsere Projektpartner und wir bitten um Gebet:

  • Für Bewahrung und Sicherheit: Das Militär hat ungewöhnliche viele Häftlinge (20.000) entlassen, wovon viele Verbrecher sind. Sie machen die Stadt unsicher. Die Polizei greift nicht ein. Die Leute müssen sich selbst verteidigen.
  • Für Schutz: Leute im Slum, die Kindergärten und Gemeindegründungen sind dieser Situation relativ schutzlos ausgesetzt. Angst herrscht vor.
  • Dank für die 11te Reis-Unterstützung. Die Empfänger waren unheimlich dankbar und bewegt darüber.
  • Für neue Wege: Die Leute in Myanmar streiken für ihre Freiheit. Das ist gut und richtig. Gleichzeitig sind aber auch die Banken und Geldinstitute, wie WesternUnion bestreikt. Wir müssen so langsam die Gelder für März ins Land bekommen, wenn es nahtlos weitergehen soll. Wir brauchen neue Wege.
  • Für ein Einlenken des Militärs und für die Verhinderung von Waffeneinsatz durch die Machthaber.

Aktuelle Berichte:

 

Die Lage im Land spitzt sich leider immer weiter zu: Gestern Abend sind erste Panzer in den Straßen gesichtet worden. Die Banken haben zu. Das Internet wird immer häufiger zeitweise abgestellt. Die Presse soll reguliert werden. Betet, dass die Eskalation aufhört und die Militärregierung einlenkt.

Wir freuen uns über verschiedene Aufrufe zum Gebet. Gestern wurde im Newsletter des BEFG in diesem Zusammenhang auch über unseren Verein berichtet:

Gebet für Myanmar
Erst 2015 gab es in Myanmar nach jahrzehntelanger Militärdiktatur freie Wahlen – nun haben die Streitkräfte die demokratisch legitimierte Regierung des südostasiatischen Landes gewaltsam abgesetzt. Regierungschefin Aung San Suu Ky und andere stehen unter Arrest, beide Kammern des Parlaments sind aufgelöst. „Ethnische und religiöse Minderheiten und alle Menschen mit Gewissen und Überzeugung sind nun in großer Gefahr“, schreibt dazu der Baptistische Weltbund. Wie prekär die Menschenrechtslage ist, machen die Worte eines Leiters deutlich, den die BWA zitiert: „Mit Waffengewalt und eiserner Faust hat das Militär Menschen verhaftet und viele Leben zerstört. Das ganze Land trauert, ist voller Schmerz.“ ... Der Weltbund ermutigt auf seiner Seite dazu, die Menschen in dem Land durch Gebet und Aktionen der Solidarität zu unterstützen. Und auch in unserer Bundesgemeinschaft gibt es ein Projekt, das Hilfe leistet. Seit 2014 unterhält die EFG Wiedenest Kontakt nach Myanmar. Nach einem Besuch des damaligen Pastoralreferenten Veit Claesberg, der dem Präsidium unseres Bundes angehört, entstand eine Partnerschaft mit einer Gemeinde in Rangun. Seitdem sind in den Slumgebieten der Millionenstadt fünf Kindergärten aufgebaut worden. Es wurden Schulpatenschaften vermittelt, zwei Gemeinden gegründet und in der Coronakrise Hilfe geleistet. Anfang 2021 hat der neu gegründete Verein HelpMy das Projekt HelpMy(anmar) von der Wiedenester Gemeinde übernommen.
Dem Aufruf der BWA wollen wir uns anschließen. Bitte betet in Euren Gottesdiensten für die Menschen in Myanmar: für Frieden, humanitäre Hilfe, Schutz der Schwächsten vor Gewalt, für Hoffnung und für Gottes Trost durch seine Gegenwart, seine Kraft.

Hier das Gebet der Baptist World Alliance:

Auch andere Kirchen und Organisation rufen zur Fürbitte auf:

Leider spitzt sich die Lage im Land weiter zu: BBC