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Wir sind nach wie vor im ständigen Kontakt mit unserem Partner in Myanmar. Die Nachrichten, die uns erreichen sind in Bezug auf unsere Projekte erfreulich. Alles läuft stabil, außer wenn man bedenkt, dass das Schuljahr 20/21 Ende Februar um ist und die Kids ein Jahr nicht zur Schule gegangen sind - wegen Corona. Das alleine ist schon bitter. Immerhin konnten wir gestern aber einen Geldtransfer vornehmen. Jetzt hoffen und beten wir, dass er auch abgeholt werden kann.

In Bezug auf die Gesamtsituation im Land sind die weiteren Entwicklungen sehr besorgniserregend und fast unvorstellbar. Uns wird berichtet von marodierenden Personen, die durch die Straßen Yangons ziehen. Die Polizei greift nicht ein. Die Leute verbarrikadieren sich nachts und können vor Angst kaum schlafen. Die Stimmung gegenüber den Machthabern ist eine Mischung aus Ärger, Frust, Enttäuschung und Widerstand, der alle religiösen und gesellschaftlichen Gruppen vereint.

Wir werden weiter darum gebeten intensiv für das Land zu beten:

Bruder, ich bin Ihnen und allen, die für uns und für Myanmar beten, wirklich sehr dankbar. Gott kann die Situation wirklich ändern. Bei ihm ist nichts unmöglich.

Die aktuellen Berichte zeigen eine Zuspitzung der Lage. Es gab am Sonntag mehrere Tote unter den friedlichen Demonstranten:

Eine klare Meinung, wie Europa jetzt reagieren sollte, hat ein Welt-Korrespondent:

Wir starten eine Gebetskampagne #PrayForMyanmar. Gerne könnt ihr folgende Logos dafür benutzen:

Und hier sind ganz aktuelle Anliegen aus Myanmar, die wir von unserer Partnerkirche abgefragt haben:

1. Gott möge die Welt (die EU und die westlichen Länder, einschließlich der UNO) dazu benutzen, die problematische Situation Myanmars richtig zu behandeln, mit dem Ziel zur vorherigen Stabilität zurückzukehren, bevor das Militär die Macht und das Land an sich riss. Wir wissen, dass Myanmar ohne die Hilfe Gottes und durch die Weltgemeinschaft nicht von dieser schrecklichen Diktatur befreit werden kann.

2. Die Bedürfnisse der Slumbewohner sind schlimmer als zuvor, weil die zweite "Pandemie" (die gegenwärtige Situation nach dem Coup) noch schrecklicher ist als die eigentlich Pandemie (Covid-19) ist. Betet also bitte für ihre täglichen Grundbedürfnisse wie Nahrung (Küchenartikel) und Gesundheitsversorgung.

3. Betet für diejenigen, die an der Bewegung des zivilen Ungehorsams (CDM = Civil Disobedience Movement) teilnehmen, weil sie von ihren Ämtern und Pflichten zurücktreten oder diese ganz aufgeben. Da sie an dieser Bewegung teilgenommen haben, wurden sie aus den Regierungsvierteln (ihren Häusern oder Wohnungen, in denen sie leben) herausgeworfen oder vertrieben und haben ihr Gehalt verloren. Sie sind in großen Schwierigkeiten.

4. Betet für die Freilassung des Präsidenten, des State Counselor (Aung San Suu Kyi) und anderer Führer, die verhaftet und festgenommen wurden.

5. Bete für Gottes Schutz für die Projekte von HelpMy, die Lehrer (Erzieherinnen) und die Gemeindegründer. Wir hoffen, dass die aktuelle Situation sie nicht beeinträchtigt.

In Myanmar macht das Volk mobil und demonstriert friedlich gegen den Putsch. Sorge bereitet, dass man nicht weiß, wie das Militär reagieren wird:

Konkrete Gebetsanliegen aus unserer Sicht sind:

  • Es wurde wohl eine Schließung der Banken ins Spiel gebracht. Laut Berichten hat die Bank, zu der wir unser Geld transferieren, beschlossen ihre Filialen in Yangon zunächst zu schließen. Das ist ungünstig für den Geldtransfer an unsere Projekte. Dies hat zurzeit noch keine Auswirkungen, aber eigentlich beginnt jetzt der Transfer für den Monat März. Betet, dass die Transfers ungehindert stattfinden können.
  • Auch die Christen im Land brauchen Weisheit, wie sie sich in dieser Situation verhalten sollen. Betet für Weisheit.
  • Betet, dass das Militärregime die gewählte Regierung freilässt und sich zurückzieht.
  • Aufgrund der gekappten Internetverbindungen ist es für uns schwierig Kontakt aufzunehmen. Betet, dass wir wieder Kontakt zu unseren Projekten bekommen.